Corona-Verschwörung

Verschwörungsideologen machen in diesen psychopathologisierenden Ausnahmezeiten von sich reden.

Auffällig ist der hohe Grad an Irrationalität und Realitätsferne der Menschen, die gegen Masken- und Abstandspflicht auf die Straße gehen. Auffällig ist, dass diese Personen kaum einen Unterschied zwischen Möglichkeit und Wahrscheinlichkeit machen, ja sogar wahrscheinlich Unmögliches in ihren Wahrnehmungs- und Glaubenshorizont einbeziehen, um sich vom Mainstream abgrenzen und sich einer Minderheit anschließen zu können.

 

Es geht hier nicht gegen Kritik, die berechtigt.

Wer Rechte einschränkt, braucht guten Grund.

Ein Staat, der sich seiner Bürger bemächtigt,

Bringt von sich aus Demokratie auf den Hund.

 

Wir leben derzeit noch in einer Demokratie,

Geschichtlich jung und mit Mängeln behaftet.

Weitere Demokratisierung gelingt jedoch nie,

Da Konflikt und Widerspruch nicht verkraftet.

 

Es geht hier gegen Verschwörungsgedanken,

Die der Menschheit so viele Kriege gebracht.

Woran Menschen auch psychisch erkranken,

Weil Vertrauensverlust sie sehr einsam macht.

 

Es geht hier gegen Gesellschaftszerteilung

In gut-böse, falsch-richtig, Freund oder Feind.

So schwingt man soziales Henkersbeil und

Zertrennt, was viel besser in Vielfalt vereint.

 

Voll verantwortlich für unser Zusammenleben

Sollten wir, wo möglich, Schaden abwenden,

Uns in eine sozial-achtsame Haltung begeben

Und das Zerwürfnis in und um uns beenden.

Corona und der Tod

Die Coronakrise schafft ein schwieriges Feld.

Eine derartige Pandemie hatten wir noch nie,

Die in Echtzeit erlebt auf der gesamten Welt.

Allerorts lauert Gefahr, wohin ich auch flieh‘.

 

Klar gab es Cholera, Typhus und die Pest,

Sars, Ebola und auch die spanische Grippe.

Gesundheit sich nicht immer erhalten lässt.

Der Tod ist Gevatter mit dürrem Gerippe.

 

Corona konfrontiert uns mit der Endlichkeit.

Auf Todesgefahr reagieren wir verschieden.

Manche sind sich dem Tod zu stellen bereit.

Von anderen wird wie die Pest er gemieden.

 

Corona-Verharmlosende sich trotzig gebärden:

Gevatter Tod, du kommst nicht an mich heran.

Also: Maske ab, sich wie andere gefährden.

Wer ohne Angst, dem nichts passieren kann.

 

Wer Gefahr verharmlost, hat Angst vorm Tod.

Die Angst wird Gefahr verleugnend verdrängt.

Angst verdrängend gerät unsere Seele in Not.

Weil ein Fühlverbot über das Leben verhängt.

 

Gefährlich ist es, seine Angst nicht zu fühlen.

Angstfrei kann man kaum Umsicht entfalten.

Bedrohlich sind die, die ihre Angst überspielen,

Sich für jenseits der Ordnung stehend halten.

 

Wer keine Angst hat, hat auch kein Mitgefühl,

Kann keine Verantwortung für andere tragen,

Sieht Zusammenleben als Gesellschaftsspiel,

In dem nur Mächtige sich zu behaupten wagen.

 

Ohne Angst gehen uns alle Skrupel verloren.

Angst ist die Grundlage für unser Gewissen.

Angst erlaubt Schamgefühl mit roten Ohren.

Unverschämt wir uns nicht mäßigen müssen.

 

Wer ohne Angst, dem kann nicht passieren.

Glaubenssatz, sich vor dem Tod zu schützen.

Bezug zur Wirklichkeit wir glaubend verlieren.

Real wird der Glaube mehr schaden als nützen.

 

Unmerklich gelangen wir ins Reich der Magie:

Schließe ich die Augen, siehst du mich nicht.

Magisch verwirrt kreiere ich mir eine Ideologie

Aus Schattenmonstern und Guten aus Licht.

 

Vermeidung bereitet Irrationalem den Boden.

Ins Reich der Märchen und Mythen man flieht,

Fragt nicht mehr: Was, wie, wer und wo denn?

Seine Erkenntnis man aus Erzählung bezieht.

 

Erzählung von guten und von bösen Wesen,

Von Mächtigen, die unsere Kinder entführen,

Verschworenen, die Katastrophen auslösen,

Wovon Unwissende leider gar nichts spüren.

 

Pandemie zeigt den Abwehrkampf der Natur.

Weil wir sie geschunden, will sie sich rächen.

Religionsvorstellungen mit archaischer Spur,

In der Bäume leben und Winde sprechen.

 

Oder Gott rächt sich, schickt uns seine Viren,

Dass Ungläubige nicht länger Unzucht treiben

Und Schwule die Freveltaten endlich kapieren

Und Föten in Leibern der Mütter verbleiben.

 

Oder Juden sind wieder am Weltverschwören,

Wollen Europa mit Flüchtlingsstrom überfluten,

Rassehygienische Nationenordnung zerstören,

Uns Überfremdung durch Moslems zumuten.

 

Diese Prozesse erfolgen meist im Geheimen,

Nicht geheim genug, dass wir es nicht wissen.

Aus Indizien wir uns all das zusammenreimen,

Wogegen mit Gewalt wir uns wehren müssen. 

 

Mit Pandemieangst sie uns klein halten wollen 

Mit Elend erzeugenden Flugkondensstreifen,

Mit Impfungen, die uns alle versklaven sollen.

Doch die meisten Gefährdung nicht begreifen.

Erklären oder Personalisieren

Ist etwas neu, kann man nicht alles erklären.

Vieles bleibt für eine Zeitlang eher ungewiss.

Seelenanteile sich gegen Unklarheit wehren.

Dauert diese an, oft der Geduldsfaden riss.

 

Wenn selbst die Expert*innen sich uneins sind,

Muss man eben in sich für mehr Klarheit sorgen.

Für Nichtwissen und forschende Suche blind,

Kann man Verschwörungsmythen sich borgen.

 

Das wurde in der Geschichte oftmals gemacht.

An der Pest waren zumeist die Juden schuld,

Wurden als Ursache massenhaft umgebracht.

Regierung muss weg, verliere ich die Geduld.

 

Wenige Mächtige sind schuld am Geschehen,

Haben sich gegen die Menschen verschworen.

Doch die meisten können all das nicht sehen.

Ohne mich wäre unsere Menschheit verloren.

 

Präsident Putin ist ein lupenreiner Demokrat.

Trump als sein Freund ist auch zu verehren.

Die beiden sind Männer der machtvollen Tat,

Die sich der Herrschaft des Bösen erwehren.

 

Dagegen steht geheime Weltverschwörung,

Mit den Clintons, Gates und anderen Eliten.

Gegen die richtet sich berechtigte Empörung.

Von denen lassen wir uns nichts mehr bieten.

 

Wer uns hintergeht, hat sein Recht verwirkt.

Von uns als Mensch behandelt zu werden.

Wer sich mit im Reich des Bösen verbirgt,

Wird vernichtet, uns nicht mehr zu gefährden.

 

Das Kind in uns sehnt sich nach Sicherheit.

Widerspruch, Hin und Her: kaum zu ertragen:

Verunsicherung durch ätzende Uneindeutigkeit

Liegt vielen von uns schwer auf dem Magen.

 

Vor allem dann, da als Kind ich Hin und Her,

In und zwischen Eltern zu oft musste erleben,

Sehne nach Sicherheit ich mich allzu sehr,

Bleibe an einfachen Erklärungen ich kleben.

 

Widersprüche und Konflikte sind ganz normal.

Unstimmigkeit gilt es zu entdecken, zu klären.

Für die Persönlichkeitsentwicklung ist es fatal,

Wenn wir Besonderheit und Vielfalt abwehren.

 

Freiheit meint, Vielfalt unter uns zu tolerieren.

Frieden meint, Gemeinsamkeiten zu finden.

Wer nicht lieben kann, wird seelisch erfrieren.

Liebloses in und um uns ist zu überwinden.

 

Es ist normal, dass wir so vieles nicht wissen.

Achtzehnhundertachtzig kannte keiner Viren.

Forschungsfortschritte sollte man begrüßen,

Doch forschend seine Geduld nicht verlieren.

 

Gedankenschritt muss nachvollziehbar sein.

Grundannahmen gilt es stets offenzulegen.

Auf Kritik und Widerlegungen geht man ein.

Nur so kann man sich zu Erkenntnis bewegen.

 

Man sucht nach Erklärung, nicht nach Schuld.

Verantwortliche kann man durchaus benennen.

Doch vermeidet man jeglichen Personenkult,

Da Personen nicht allein schuld sein können.

 

Verhältnisse und Verhalten wirken zusammen.

Dinge und Wesen verbinden sich zum System.

Kultgedanken einfachem Denken entstammen.

Doch eine wahre Erkenntnis ist selten bequem.

 

Verschwörungsmythos löscht Widerspruch aus.

Beiseitegeschoben wird, was nicht dazu passt.

Fundamentlos baut man sich ein Kartenhaus.

Wer Haus umbläst, wird von Erbauern gehasst.

Abstrakt ist vertrackt

Was unanschaulich ist, hat es sehr schwer,

Als wirkmächtig wahrgenommen zu werden.

Das Kind in uns wehrt verzweifelt sich sehr,

Welt seiner Sinnlichkeit nicht zu gefährden.

 

Lange drehte die Sonne sich um die Erde.

Lange erschien uns die Erde als Scheibe.

Bevor ich erwachsen verantwortlich werde,

Ich lieber in kindlicher Ohnmacht verbleibe.

 

Relativitätstheorie und Quantenmechanik:

Das ist doch alles nur ausgedachter Kram.

Selbst die Mondlandung gab es gar nicht.

Das Bild aus dem Hollywood-Studio kam.

 

Das kann doch nicht sein, ich bin nicht blind.

Unser Mond hat doch keine Atmosphäre.

Doch im Video flattert die Fahne im Wind.

Glauben die da oben, dass doof ich wäre.

 

Manches ist unserer Anschauung entzogen.

Was man nicht riecht, nicht sieht noch hört,

Erscheint wie erfunden, erdacht bis gelogen.

Man gibt sich ignorant, frustriert und empört.

 

Das Präventionsparadox wird umgedeutet.

Weil es wenig Tote gab, ist es nicht schlimm.

Schutzhandeln wird zu Dummheit umgedeutet. 

Masken und Abstand: Alles nur ein Klimbim.

 

Denn was nicht sein soll, das kann nicht sein.

Wer es dennoch vertritt, ist ein Verschwörer.

Ihr jedoch passt in unsere Welt nicht hinein,

Ihr kalt-rationalistischen Glaubenszerstörer.

Verschwörer*innen und Opfer

Wenn man sich als in der Opferrolle definiert.

Ist Kampf, Mord und Krieg nur Verteidigung,

Menschlichkeit, Gewissen und Skrupel verliert

Man in der Opfer-Rächer*innen-Vereinigung.

 

Sich als Opfer zu erleben, rechtfertigt Gewalt.

Jedes Mittel ist erlaubt, jede Grausamkeit recht.

In Gewaltausübung findet man seelischen Halt.

Folterer erlebt sich als gut, nicht als schlecht.

 

Die Verschwörungspathologien nicht glauben,

Sind in Wahrheit selbst Verschwörungsopfer,

Aßen zu viel von der herrschenden Trauben,

Gaben dafür den selbstdenkenden Kopf her.

 

Was wurde uns nicht alles erzählt von denen,

Die da oben die Macht in den Händen halten.

Die kann man doch nur verachten, ablehnen,

Unabhängig von denen das Dasein gestalten.

 

Die Corona-Viren: die gab es schon immer.

Die haben keinen bisher wirklich umgebracht.

Wer sowas behauptet, hat keinen Schimmer,

Ist als kritischer Geist noch nicht aufgewacht.

 

Jede Grippewelle hinterlässt viel mehr Tote.

Damals haben wir keine Masken getragen

Doch seit der Pandemie hagelt es Verbote

Und Strafen für die, die Kritik noch wagen. 

 

Tödliche Corona-Viren, die gibt es gar nicht,

Sind Erfindung der Mächtigen und Reichen.

Da man Rechte beschränkt, Politik besticht,

Will Weltherrschaft man sich erschleichen.

 

Man kennt es gut, das Weltfinanzjudentum,

Woran selbst Hitler einst heroisch gescheitert.

Wir sind arm. Die mehren Macht und Ruhm.

Geschwür der Corona-Verschworenen eitert.

Gut und Böse

Was man nicht weiß, wird ideologisch gefüllt.

Glaubenssätze muss man niemals begründen.

Der Wunsch nach Verstehen ist meist gestillt,

Kann man fürs Elend Verantwortliche finden.

 

Systemzusammenhänge sind eher abstrakt,

Gute und böse Menschen hingegen konkret.

Die soziale Welt wir in zwei Teile zerhackt. 

Eine Sicht auf Freunde und Feinde entsteht.

 

Nicht Kapitalismus ist ein Problem im Leben.

Problematisch sind nur die bösen Kapitalisten,

Die Geld für unsere Unterdrückung ausgeben,

Auf dass einzig ein Sklavendasein wir fristen.

 

Bill Gates zum Beispiel will alle impfen lassen,

Angeblich, um Krankheiten damit zu besiegen.

Doch Lüge ist durchschaut, will nicht passen.

Freidenkende will er per Impfung bekriegen.

 

Die da oben machen sowieso, was sie wollen.

Altparteien und Medien sind gleichgeschaltet.

Uns aus dem Volke sie nie Beachtung zollen.

Nach geheimen Plänen wird Welt umgestaltet.

 

Coronapandemie, Artensterben und Klimakrise:

Nur Erfindungen von denen, die an der Macht.

Impfgegner und Patrioten machen sie miese.

Die werden beschimpft, verfolgt und verlacht.

 

Die wollen uns nur ihre Ordnung aufzwingen,

Möglichkeiten zur Einflussnahme uns rauben,

In die Hirne und Herzen vergiftend eindringen,

Wollen uns belügen und wir sollen es glauben.

 

Erst Vermummungsverbot. Jetzt Maske tragen.

Bald wird man uns den Tschador aufzwingen.

Die, die dagegen noch zu protestieren wagen,

Will man um Rente, Erbe und Leben bringen.

 

Coronagefahrleugner sind die wahren Heroen.

Sie trotzen der Gleichrichtung in dieser Welt.

Sie wehren uns gegen die, die sie bedrohen,

Und vernichten, was in den Weg sich stellt.

 

Als Opfer haben sie ein Recht, sich zu wehren.

Im Abwehrkampf ist jedes Mittel ihnen recht.

Von Regierenden lassen sie sich nicht belehren.

Wer sie regiert, der ist von Natur aus schlecht.

 

Nicht Abstand wahren noch Masken aufsetzen.

Sollen Regierende ihnen Strafen aufbrummen,

Sollen die doch sagen, wir wollen viele verletzen.

Wir stellen uns quer, werden nicht verstummen.

Paranoide Persönlichkeitsstörung

In der Psychologie wird paranoid das genannt:

Wir erleben uns verfolgt von dunklen Mächten.

Die manipulieren uns, haben uns in der Hand,

Da sie unsere Selbstständigkeit nicht möchten.

 

Die da oben, wir unten, die schlecht, wir gut:

Mitwelt wird in verdaubare Brocken zerhackt.

Sich selbst zu hinterfragen, mangelt es an Mut.

Ohne Abwertung anderer fühlt man sich nackt.

 

Selbstwert ist instabil, seit Kindheit gefährdet.

Uneindeutigkeit ist darum kaum auszuhalten.

Lebens- und Weltvertrauen ist wenig geerdet.

Freies Denken kann sich so wenig entfalten.

 

Paranoide Personen neigen dazu, ihr Erleben,

In Richtung feindseliger Tendenzen zu deuten.

Extrem misstrauisch zumeist sie sich geben.

Man will sie missbrauchen, zerstören, ausbeuten.

 

Mit ihren festen Vorstellungen neigen sie dazu,

Zu beharren, auch wenn vieles dem widerspricht,

Vertrauen nur zögernd, kommen kaum zur Ruh‘.

Mitwelten ohne Bedrohung gibt es für sie nicht.

 

Ein bis zwei Prozent sind paranoid betroffen,

Vermutlich davon mehr Männer als Frauen.

In Beziehung tritt Störung zum Vorschein offen.

Paranoide sich Partnerschaft häufig versauen.

 

Ein Prozent Deutsche: achthunderttausend.

Zwei Prozent sind weit mehr als eine Million.

Denke ich an die Zahlen, wird‘s mir grausend.

Als Verschwörungsideologen zu viele schon.

 

Wir alle erleben Verfolgt-Werde-Tendenzen,

Jedoch zum Glück meist nicht so ausgeprägt,

Darum ist kaum hilfreich, sich abzugrenzen,

Von denen, die den Wahn nicht gut eingehegt.

 

Paranoides finden wir wieder im Aberglauben,

Hat seinen Stammplatz in fast jeder Religion.

Als Verfolgungstraum will es Schlaf uns rauben.

Davon frei zu sein, erweist sich als Illusion.

Liebesmangel

Doch woher die Weltsicht voll Feindseligkeit?

Allzu viele haben zu viel Liebesmangel erlebt.

Liebe offen zu geben, waren Eltern nicht bereit.

Angst vor Ablehnung an den Betroffenen klebt.

 

Kommt Sozialstress hinzu wie in Corona-Zeiten,

Brechen alte Kindheitswunden eher wieder auf.

Die in der Kindheit erlebten Beziehungspleiten

Nehmen dann einen meist unheilvollen Verlauf.

 

Vernachlässigung: Mama nimmt sich keine Zeit.

Allzu häufig werde ich von ihr allein gelassen.

Dass ich im Leben bin, keinen hier wirklich freut.

Beizeiten beginne ich, mein Hiersein zu hassen.

 

Bestrafung: Papa gibt mir oft dafür die Schuld,

Dass Alltag in bescheidenen Bahnen verläuft.

Er schreit mich an, verliert schnell die Geduld.

Am schlimmsten ist es, wenn maßlos er säuft.

 

Selbstablehnung: Ich bin nicht okay, wie ich bin.

Dass mich keiner hier mag, das liegt wohl an mir.

Eine Selbstverwirklichung macht so keinen Sinn.

Mich selbst lehne ich ab und unterwerfe mich dir.

 

Solche Unterwerfung ist der Trostpreis im Leben:

Bewundernd kann Eltern ich noch manipulieren,

Muss dafür zwar meine Persönlichkeit aufgeben,

Aber sonst kann mir nichts Schlimmes passieren.

 

Mit Eltern geht es nicht, aber auch nicht ohne sie.

Autoritäten verherrlichen und zugleich ablehnen.

Herr Hitler war gut, doch die Merkel wird es nie.

Ich gehöre zu diesen, jedoch niemals zu jenen.

 

Angst vor Ablehnung durch Eltern wird projiziert:

Nicht ich habe Angst. Jedoch du ängstigst mich.

Man den Kontakt dabei zu seinem Selbst verliert.

Statt sich zu mögen, hält man über andre Gericht.

 

Man kämpft gegen jüdische Weltverschwörung,

Gegen Kondensstreifen, die die Welt vergiften,

Gegen Masken- und Impfpflicht starke Empörung,

Gegen Intellektuelle, diese linksaußen-versifften.

 

Verantwortung für sich übernimmt man nicht.

Möchte den Kindheitsschmerz nicht entdecken.

Bevor man die Eltern kritisiert, mit ihnen bricht,

Lieber Kindheitselend verdrängen, verstecken.

Selbstkritikmangel

Es stören nicht die, die mir die Kindheit versaut.

Die stören mich, die sowas für möglich halten.

Auf Verletzung der Seele wird nicht geschaut.

Zu weit ist vom Bewusstsein das abgespalten.

 

Ich und persönlichkeitsgestört? Ich bin empört?

Typische Erfindung von versifften Intellektuellen.

Diese Verschwörer zerstören nur, was sie stört,

Wollen uns mit Diagnosen das Leben vergällen.

 

Dabei sehe ich anscheinend als einziger klar.

Ich durchschaue euer raffiniertes Intrigenspiel,

Erkenne genau, was gelogen und was wahr.

Von Psychologengeschwätz halt ich nicht viel.

 

So sind die Personen meist therapieresistent.

Missachtung aus Kindheit sitzt in den Knochen.

Wer in Unterstützenden eher Feinde erkennt,

Befürchtet, dass diese ihn auch unterjochen.

 

Liebesmangel und kaum Abstraktionsfähigkeit:

Guter Nährboden für Verschwörungsideologen.

Weil zu Selbstverantwortung sie wenig bereit,

Wird Fremdverantwortung passend hingebogen.